Neues Buch: Digitale Fachkonzepte

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Buchcover: „Digitale Fachkonzepte. Forschendes Lernen und digitale Methoden in den Geisteswissenschaften", herausgegeben von Ulrike Lucke, Jörg Hafer, Sebastian Möring und Peer Trilcke. Potsdamer Beiträge zur Hochschulforschung, Band 7. Universitätsverlag Potsdam. Das Cover zeigt drei Schmetterlinge in unterschiedlichen Digitalisierungsstufen – von pixelig-verpixelt bis klar umrissen – vor einem blauen Gitternetz-Hintergrund. Ein Sinnbild für den Übergang vom Analogen ins Digitale.
Buchcover: „Digitale Fachkonzepte. Forschendes Lernen und digitale Methoden in den Geisteswissenschaften”

Ein neues Buch ist erschienen – und es ist mir eine echte Herzensangelegenheit. Es ist das Ergebnis einer spannenden Reise in aufgewühlten Zeiten. Zusammen mit Ulrike Lucke, Jörg Hafer und Peer Trilcke habe ich den Sammelband Digitale Fachkonzepte. Forschendes Lernen und digitale Methoden in den Geisteswissenschaften herausgegeben.

Das Buch ist im Universitätsverlag Potsdam erschienen. Es ist kostenlos als Open Access verfügbar.

Was steckt hinter diesem Buch?

Das Buch fasst die zentralen Ergebnisse des Forschungsprojekts FoLD – Forschen | Lernen – Digital zusammen. Im Projekt haben Wissenschaftler:innen aus vier Disziplinen gemeinsam gearbeitet.

Das FoLD-Projekt wurde von Anfang 2019 bis Ende 2022 durchgeführt. Es wurde damals vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit 1,1 Millionen Euro gefördert.

Das Ziel war klar: Neue digitale Methoden der Forschung sollten in die Lehre übertragen werden. Der Fokus lag auf den Digital Humanities – also digitalen Methoden in den Geisteswissenschaften.

Das interdisziplinäre Konsortium umfasste Bildungstechnologie, Jüdische Theologie, Medienkulturwissenschaft und Philologie. Verankert war das Projekt an der Universität Potsdam.

Anfang 2021 hatte ich die Teilprojektleitung für die Medienkulturwissenschaft von meinem Kollegen Prof. Dr. Nathanael Riemer übernommen.

Forschendes Lernen im digitalen Zeitalter

Das Leitprinzip des Projekts war das forschende Lernen. Studierende und Forschende haben gemeinsam an digitalen Szenarien gearbeitet. Neue Methoden aus der Forschungspraxis flossen direkt in die Lehre ein.

Das Buch dokumentiert diese Praxis mit konkreten Fallstudien und Seminarkonzepten. Es richtet sich an Lehrende, Forschende und Hochschuldidaktiker:innen. Wer digitale Geisteswissenschaften in der Lehre verankern will, findet hier wertvolle Impulse.

Preisgekröntes Seminar im Fokus

Im Rahmen des Teilprojekts Medienkulturwissenschaft entstand ein besonderes Seminarkonzept: „Exhibiting Nature Digitally – Ausstellen im Digitalen”.

Das Seminar habe ich gemeinsam mit Pia Buskies-Utesch, Jessica Rehse, Johannes Fähmel und Florian Nowotny entwickelt. Im Sommersemester 2021 wurde es als Online-Seminar angeboten.

Das Ergebnis: Wir haben damit den Brandenburgischen Landeslehrpreis 2021 gewonnen! 🏆

Mehr zur Auszeichnung gibt es in folgendem Beitrag auf diesem Blog:

Das Seminar verband Theorie, kreative Praxis und digitale Ausstellungsformate. Studierende entwickelten eigene virtuelle Ausstellungen im Social-VR-Tool Mozilla Hubs. Dabei setzten sie sich mit Naturbegriffen und -ästhetiken, Computerspielen und medialer Vermittlung auseinander. Der Preis ist eine Bestätigung für einen innovativen Ansatz in der digitalen Hochschullehre.

Warum dieses Buch lesen?

Das Buch liefert praktische Antworten auf drängende Fragen der Hochschullehre. Wie lassen sich digitale Forschungsmethoden vermitteln? Wie kann forschendes Lernen in der Praxis aussehen? Und welche Rolle spielen Digital Humanities dabei?

Das Buch ist als Open Access frei zugänglich. Es kostet nichts – es braucht nur Neugier.

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Bibliografische Angaben

Lucke, U., J. Hafer, S. Möring und P. Trilcke (Hrsg.) (2026): Digitale Fachkonzepte. Forschendes Lernen und digitale Methoden in den Geisteswissenschaften. Potsdamer Beiträge zur Hochschulforschung. Potsdam: Universitätsverlag. Open Access: https://publishup.uni-potsdam.de/frontdoor/index/index/docId/60324

Sebastian Möring